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Vom Äppelwoi zum Sherry

Waldrapp-Nachzuchten aus Kronberg für Wiederansiedlungsprojekt in Andalusien

Dieser Tage wurden erneut Nachzuchten des Waldrapp von Kronberg in ein Wiederansiedlungsprojekt nach Jerez de la Frontera in Andalusien, Spanien abgegeben.

Der Waldrapp ist eine der Tierarten, die bereits in der Bibel erwähnt werden. Angeblich hat er bereits Noah nach der Sintflut den Weg in das Tal des Euphrat gezeigt. Bis zum Mittelalter waren diese skurril aussehenden Vögel in vielen europäischen Ländern verbreitet, auch in Deutschland. Im 17. Jahrhundert starben sie jedoch unter Einfluss des Menschen in Mitteleuropa aus, klimatische Veränderungen trugen möglicherweise ebenfalls zu ihrem Verschwinden bei. Zeitweise in West-Europa nur noch als Legende bekannt, wurde der Waldrapp Ende des 19. Jahrhunderts „wiederentdeckt“. Aber es überlebten nur sehr wenige und kleine Vorkommen wilder Waldrappe bis in die heutige Zeit in Marokko. Darüber hinaus gibt es in der Türkei eine frei lebende, allerdings „gemanagte“ Population.

Im Jahr 2003 wurde ein Wiederansiedlungsprojekt für diese Vogelart in Andalusien vom Zoobotánico Jerez aufgelegt und von dort auch selbst betreut. Fünf Jahre später brütete ein Paar erstmals erfolg-reich. Derzeit leben über 80 wilde Waldrappe in der Region und die fünf weiblichen Nachzuchten aus dem Kronberger Opel-Zoo sollen die spanische Population vergrößern und dabei helfen, dass auch künftige Generationen wilde Waldrappe in Europa erleben dürfen.

Die vollständige Pressemitteilung: 9-2017.02.13.Auswilderung_Nachzuchten_Waldrapp.pdf

letzte Änderung: 03.05.2017