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Nachwuchs bei den Vietnam-Sikahirschen im Opel-Zoo

Tierart im Freiland ausgestorben

Jungtiere des Vietnam-SikahirschDer Jungtier-Reigen im Opel-Zoo geht weiter: Nach Giraffe, Zwergziegen, Eseln, Rhönschafen und Elenantilopen hat sich Anfang März auch Nachwuchs bei den Vietnam-Sikahirschen eingestellt.
Neben den Mesopotamischen Damhirschen, von denen erst jüngst zwei männliche Tiere  aus dem Freigehege für ein Wiederansiedlungsprojekt nach Israel abgegeben wurden, ist dies eine weitere Hirschart, die im Freiland wegen nicht nachhaltiger Jagd und fortschreitender Nutzung des natürlichen Lebensraumes durch den Menschen nicht mehr anzutreffen ist. Und so ist die Nachzucht in Zoologischen Gärten besonders wichtig, um das Aussterben dieser Tierart zu verhindern. Der Vietnam-Sikahirsch ist eine von 13 Unterarten des Sikahirsches. In zoologischen Einrichtungen leben derzeit etwa 350 Tiere.

Sikahirsche sind mittelgroße Hirsche. Als Bewohner des Waldes tarnt sie ihr geflecktes Fell, das sie anders als andere Arten nicht nur als Jugendkleid haben, sondern ihr Leben lang tragen. Die hellen Flecken auf dem Fell löst die Körperkonturen im Spiel von Licht und Schatten auf – eine perfekte Tarnung. Auch die Jungtiere sind nicht so leicht zu entdecken und es bedarf schon einiger geduldiger Beobachtung, um die beiden Jungtiere zu entdecken, die so lange still im Laub liegen, bis ihre Mutter zu Säugen kommt. „Wir erwarten in den kommenden Wochen noch weiteren Nachwuchs bei den Sika-Hirschen“, so Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels.  

Der Nachwuchs der Vietnam-Sikahirsche wird in einem sogenannten Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) organisiert, da vom Zoo Ostrava/Tschechien geleitet wird. Das bedeutet, dass die Jungtiere dann zu gegebener Zeit Kronberg verlassen werden, um dann selbst in einem anderen europäischen Zoo mit passenden Partnern Nachkommen zu haben.

letzte Änderung: 10.03.2017