Z/z
Zebras kommen nur in Afrika südlich der Sahara vor und sind Bewohner der offenen Grasflächen. Drei Arten kann man unterscheiden, das Grevy-Zebra (Equus grevy), das Bergzebra (Equus zebra) und das Steppenzebra (Equus quagga). Sie unterscheiden sich in Größe, der Art der Streifung, ihren Umweltansprüchen und ihrem Verhalten.Vom Steppenzebra wiederum gibt es 5 Unterarten, von denen das Böhm- oder Grant-Zebra am weitesten nördlich vorkommt. Die Streifung der Böhmzebras ist deutlich und breit und reicht bis zu den Hufen hinunter. Die Streifenmuster sind sehr unterschiedlich ausgebildet. Jedes Zebra hat seine eigene unverwechselbare Zeichnung, an der es von den anderen optisch erkannt wird. Auch wenn Großherden während der Regenzeit entstehen, ist der eigentliche Sozialverband ein dauerhafter Verband aus einem Hengst und 1-6 Stuten mit ihren Jungtieren, die über Jahre beieinander bleiben. Innerhalb der Familie haben die Mitglieder ein enges Verhältnis und pflegen sich gegenseitig das Fell. Der Hengst sichert gegen die Hauptfeinde, die Löwen und Hyänen, während sich die Stuten um die Fohlen kümmern. Nur wenn der Hengst stirbt oder im Alter von einem anderen verdrängt wird, übernimmt ein anderer erwachsener Hengst die Herde.
Weltweit gibt es etwa 200 Hausziegenrassen. Ziegen haben auch heute noch enorme wirtschaftliche Bedeutung, vor allem in Regionen, in denen andere Haustiere wegen kultureller oder religiöser Einschränkungen nicht als Nahrungsmittel genutzt werden können. Die einzelnen Rassen haben Anpassungen an das jeweilige Gebiet, in dem sie gezüchtet worden sind. Die Westafrikanische Zwergziege ist eine kleine stämmige Rasse mit kurzen Beinen und stammt aus Regenwaldgebieten und Feuchtsteppen. Einer der Vorzüge oder Anpassungen der Afrikanischen Zwergziege an diese feuchtwarmen Gebiete ist ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheitserreger. Von der Tsetse- Fliege werden beim Stich Trypanosomen übertragen, die bei Tieren die gefürchtete Nagana-Seuche und beim Mensch die Schlafkrankheit verursachen. Gegen diese Trypanosomen sind die Zwergziegen weitgehend resistent. In Europa werden Afrikanische Zwergziegen seit Jahrzehnten nicht als Nutztier, sondern als Hobby gehalten. Sie sind klein, oft bunt gefärbt und besitzen ein freundliches Wesen.
Die Walliser Ziege ist eine stämmige Hochgebirgsziege, die sofort an ihrer auffälligen Färbung erkennbar ist: Die vordere Körperhälfte ist schwarz und die hintere weiß. Sie ist eine sehr alte Haustierrasse. Nach historischen Berichten soll sie schon im Jahr 930 n.Chr. im Wallis (Schweiz) eingeführt worden sein. DieWalliser Ziege ist hervorragend an das Leben im Hochgebirge angepasst und hat den Beinamen “Gletschergeiß” bekommen. Vor allem die langen Haare machen sie gegen das Klima der Alpen mit Wind, Regen und Schnee unempfindlich. Bei den Walliser Ziegen haben beide Geschlechter Hörner, bei den Männchen können sie allerdings weit größer und etwa 1 m lang werden. Bei der Pflege der Ziegen ist vor allem auf die Klauen zu achten. Sie sind sehr hart und an das Laufen und Klettern in felsigem Gebiet angepasst. Auf den weicheren Böden unserer Wiesen werden sie nicht genügend abgenutzt und müssen öfter geschnitten werden.
Zwergmangusten sind die kleinsten Vertreter der 30 Mangustenarten und leben in Wald und Savanne. Man kann sie oft auf Termitenhügeln beim Ruhen oder Graben beobachten. Wie die Erdmännchen auch, demonstrieren sie die Macht der Gemeinschaft. Die Gruppe bietet dem Einzelnen mehr Schutz, da Raubfeinde eher entdeckt werden. Das ist gerade bei den kleinen und tagaktiven Zwergmangusten in der offenen Savanne wichtig, da sie eine Vielzahl an Feinden haben (Säugetiere, Greifvögel und Schlangen). Auch die Nahrungssuche wird der Sicherheit wegen in Gruppen unternommen, der Speiseplan besteht aus Wirbellosen, vor allem Käfern und deren Larven und Termiten. Ein Rudel umfasst im Durchschnitt 9 Alttiere und die Jungen dieses Jahres. Jedes Jahr zieht ein Rudel 1-4 Würfe auf. Obwohl selbst nicht an der Fortpflanzung beteiligt, helfen die jüngeren Mitglieder bei der Aufzucht mit Putzen, Füttern, Umhertragen und vor allem Aufpassen. Diese Hilfe kann soweit gehen, dass untergeordnete Weibchen die Jungen säugen. Trotz dieser Unterstützung überlebt nur jede zweite Zwergmanguste das 1. Lebensjahr.
