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Der Jagd- oder Edelfasan ist das am meisten verbreitete Wildhuhn. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist Südosteuropa und das südliche Asien. Jagdfasanen vertragen die Winter der gemäßigten Breiten sehr gut und sind inzwischen in vielen Regionen der Welt als Jagdwild angesiedelt worden, u. a. in Mitteleuropa, Amerika und Neuseeland. Der Hahn besitzt ein metallisch glänzendes Prachtgefieder, Federbüschel am Hinterkopf und rote unbefiederte Hautstellen an den Kopfseiten. In der Balzzeit schwellen die Flecken zu großen Lappen an und sind ein wichtiges Signal für die Henne. Das Weibchen trägt als Bodenbrüter ein Tarnkleid aus braunem Gefieder. Die Paarungszeit beginnt im April. Nach der Eiablage wird der Hahn wieder zum Einzelgänger, das Brutgeschäft erledigt die Henne allein. Fasanen sind Nestflüchter, schon am ersten Lebenstag verlassen sie mit der Mutter das Nest. Nach zwei Wochen sind die Jungfasanen flugfähig und übernachten mit der Mutter auf sicheren Bäumen.

Flamingos sind einzigartig unter den Vögeln. Sie besitzen außerordentlich lange Beine und vor allem einen Schnabelaufbau, den kein anderer Vogel hat. Der Unterschnabel ist groß, der kleinere Oberschnabel liegt ihm wie ein Deckel auf. Er arbeitet wie ein Filter und die Zunge wirkt wie eine Pumpe. Beim Fressen nimmt ein Flamingo seinen Kopf nach unten und bewegt ihn im Wasser seitlich hin und her. Bei leicht geöffnetem Schnabel zieht er seine Zunge zurück und der entstehende Unterdruck saugt dasWasser mit Nahrung hinein. Dann wird die Zunge wieder nach vorne gedrückt und das Wasser wird seitlich herausgepumpt - die kleinen Nahrungspartikel bleiben in den Lamellen hängen. Flamingos brüten in Kolonien. Dabei baut jedes Paar im seichtenWasser einen Kegel aus Lehm, auf dem das Nest errichtet und ein Ei gelegt wird.
Flusspferde gehören zu den Huftieren (Paarhufer) und zu den eindrucksvollsten Erscheinungen der afrikanischen Tierwelt. Mit bis zu 3 Tonnen Gewicht, dem walzenförmigen Körper und dem gewaltigen Schädel sind sie unverkennbar. Flusspferde als Tiere des Wassers einzuordnen ist nur die halbe Wahrheit. Abends wenn die Tageshitze nachlässt, verlassen sie das Wasser, um in der Umgebung über 60 kg Gräser pro Tag zu fressen. Dabei legen sie regelmäßig mehrere Kilometer Strecke zurück, bei Nahrungsknappheit in der Trockenzeit wandern sie bis zu 40 km in das Landesinnere. Mit ihrer Lebensweise üben Flusspferde einen starken ökologischen Einfluss auf ihren Lebensraum aus. Einmal halten sie die Vegetation kurz und beeinflussen damit die Zusammensetzung der Pflanzenarten. Zum anderen setzen Flusspferde ihren Kot zu einem großen Teil im Wasser ab und bewirken eine Düngung der Flüsse und Seen. Von Mikroorganismen über Pflanzen und Fische bis zu den von ihnen lebenden Tieren profitieren alle von dem organischen Eintrag. Junge Flusspferde haben Feinde, an Land vor allem Hyänen, aber auch Leoparden und Löwen und im Wasser Krokodile. Als Erwachsene sind Flusspferde ausgesprochen wehrhaft und besitzen keine natürlichen Feinde mehr. Auf der Flucht und beim Angriff können sie eine Geschwindigkeit von fast 50 km/h erreichen und sie besitzen mit ihren gewaltigen Kiefern furchterregende Waffen. Vor allem Bullen mit ihren lebenslang wachsenden unteren Eckzähnen, die etwa 50 cm lang werden können, sind kaum bezwingbare Gegner. Die Hauptaufgabe dieser langen Eckzähne ist allerdings nicht der Kampf gegen Raubfeinde, sondern der Rivalenkampf mit anderen Bullen. Flusspferde bilden keine Herden mit festen Mitgliedern, sondern lockere Gruppen, in die zugewandert und auch wieder in Nebenreviere abgewandert wird. Die einzig feste Beziehung ist die der Mutter zu ihren Kindern. Jeder Bulle ist bestrebt ein günstiges Revier mit genügend Wasser und nahen Nahrungsgebieten zu besitzen. Nur wenn ihm eines gehört, werden Weibchen wegen der guten ‚Wohnlage’ einwandern. Auf diese Weibchen hat der Revierbesitzer das uneingeschränkte Paarungsrecht. Dieses Revier muss er gegenüber anderen Bullen verteidigen. Im Normalfall genügen imponieren, drohen und Stärke zur Schau stellen, um seine Rechte klar zu machen. Im seltenen ernsten Kampf dagegen schlagen sich die Bullen mit ihren langen Eckzähnen gegenseitig tiefe Wunden in Schulter, Hinterbein und Seite. Flusspferd Hippopotamus (Hippopotamus amphibius)
Das Freilandterrarium liegt neben dem Streichelzoo und vor der Zooschule. Hier leben eine Reihe einheimischer Amphibien- und Reptilienarten. Sie sind das gesamte Jahr über in dem Gehege und überwintern wie in der Natur tief im Erdreich in frostfreien Schichten. Weltweit gibt es 6300 verschiedene Amphibienarten. Ein Drittel bis die Hälfte der Arten ist in ihrem Bestand bedroht und droht auszusterben. In Deutschland gibt es wegen des für diese wechselwarmen Tiere ungünstigen Klimas nur 21 Arten. Im Terrarium befindet sich etwa die Hälfte der in Deutschland heimischen Arten. Amphibien werden grob unterteilt in Schwanzlurche mit Molchen und Salamandern und in Froschlurche mit Fröschen, Unken und Kröten. Das Terrarium ist kein reines Schaubecken, sondern mit diesem Freilandterrarium möchte der Opel-Zoo den Natur- und Artenschutz unterstützen. Die Nachzuchten sollen der Natur wieder zugeführt und an Gewässern angesiedelt werden. Durch die natürliche Gestaltung sind die Tiere witterungsabhängig und saisonal nicht immer zu sehen.
In dem Terrarium leben folgende Arten: Feuersalamander (Salamandra salamandra - Fire Salamander); Teichmolch (Triturus vulgaris - Common Newt); Fadenmolch (Triturus helveticus - Palmate Newt); Kammmolch (Triturus cristatus - Crested Newt); Bergmolch (Triturus alpestris - Alpine Newt); Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans - Midwife Toad); Gelbbauchunke (Bombina variegata - Yellow-bellied Toad); Knoblauchkröte (Pelobates fuscus - Common Spadefoot); Kreuzkröte (Bufo calamita - Natterjack Toad); Wechselkröte (Bufo viridis - Green Toad).
Fruchttauben sind in 44 Arten in den Tropen zu Hause. Wie der Name ausdrückt, sind diese Tiere frugivor, d. h. sie ernähren sich ausschließlich von Obst und Früchten. Sie haben einen dehnbaren Schlund und einen breiten Schnabel. Sie schlucken die Früchte unzerkleinert hinunter, verdauen aber nur das Fruchtfleisch und scheiden die Kerne wieder aus. Damit tragen sie zur Verbreitung ihrer Nahrungspflanzen bei. Die Zweifarben-Fruchttaube hat die Größe einer großen Haustaube. Ihr Gefieder ist in der Grundfärbung rein weiß, nur Teile der Flügel und des Schwanzes sind schwarz. Sie bewohnt in Paaren Wälder, Palmenhaine und Mangrovensümpfe. Die Nahrung besteht aus Beeren und Früchten, zu denen auch wilde Feigen und Muskatnüsse gehören. Sie leben in den Küstenregionen größerer Inseln und auf kleinen Inseln. Bei Flügen von einer Insel zur anderen vereinigen sie sich wegen der höheren Sicherheit zu kleinen Schwärmen. Das Leben der Zweifarben- Fruchttaube spielt sich zum größten Teil in den Bäumen ab. Hier finden sie ihre Nahrung, haben ihre Schlaf- und Ruheplätze und bauen ihre Nester.
Der Rotfuchs, dem die Fabel als Reineke List und Schläue bescheinigt, ist eines der anpassungsfähigsten Säugetiere. Während viele andere Arten im Begriff sind von der Erdoberfläche zu verschwinden, scheinen sich Rotfüchse eher noch zu vermehren. Sie haben schon immer ein riesiges Verbreitungsgebiet gehabt und existieren in mehr als 40 Unterarten. Inzwischen sind sie auch Kulturfolger und in den Anlagen und Parks vieler Städte zu Hause; sie wurden in Australien ausgewildert und vermehren sich dort ebenfalls. Mit der Klimaerwärmung und ebenfalls auch als ‚Begleiter’ des Menschen dringen Rotfüchse in vorher für sie nicht bewohnbare arktische Bereiche vor und machen ihrem kleineren Verwandten, dem Eisfuchs, Konkurrenz. Ihr Erfolgsrezept ist die Flexibilität. Im Gegensatz zu vielen anderen Raubtieren weichen sie auf andere Nahrungsquellen aus, wenn die alte nicht mehr genügend vorhanden ist und verwerten auch Insekten, Regenwürmer und Früchte wie Hagebutten oder Heidelbeeren. Wegen ihrer Anpassungsfähigkeit besiedeln Rotfüchse dann auch die unterschiedlichsten Lebensräume. Außerdem leben Rotfüchse ein heimliches Leben. Normalerweise dämmerungsund nachtaktiv verbringen sie den Tag in ihren selbst gegrabenen Höhlen.
